Open Space – das Gesetz der zwei Füße

Open Space klang für mich erstmal spannend…. Luft zum Atmen, zum Denken… In einigen der folgenden Beiträge möchte ich Ihnen die Großgruppenkonferenzmethode Open Space näherbringen.

Was ist überhaupt „Open Space“? Die Fakten in Kurzform finden Sie beim ersten Beitrag zu diesem Thema (bitte hier klicken).

Dazu gibt es ein paar Grundsätze, für die Konferenz und auch für die einzelnen Workshops. Desweiteren auch ein paar Vorbedingungen, dazu später mehr. Ein Grundsatz, der als Gesetz bezeichnet wird, lautet:

Das Gesetz der zwei Füße.

Das Gesetz der zwei Füße drückt aus, dass ich meine Anwesenheit in einem Open-Space-Workshop sehr genau überprüfen soll:

    • Kann ich etwas lernen?
    • Kann ich etwas beitragen?

Wenn ich weder das eine noch das andere mit „ja“ beantworten kann, dann verlasse ich die Gruppe und suche mir einen passenderen Workshop!

Lernen heißt, ich erweitere mein Wissen, beitragen heißt, ich erweitere das Wissen der anderen, ganz grob gesagt. Eines davon sollte stattfinden. Ich bin wichtig im Open-Space-Workshop mit meinen Fragen, meinen Antworten, meinen Zweifeln, meinem Wissen, meinen Erfahrungen…. Gibt es keine Resonanz zum Thema, in welche Richtung auch immer, dann bin ich dort nicht an einem guten Platz und darf mir einen besseren suchen….

Oder ich werde zur Hummel oder zum Schmetterling (dazu im nächsten Beitrag mehr)….

In der OS-Literatur heißt es ganz schön: „ich ehre die Gruppe mit meiner Abwesenheit“. Das lassen Sie mal auf der Zunge zergehen.

Leider sind solche Mechanismen außerhalb des Open Space sehr selten, in Meetings wird oft „gesessen“, bis es vorbei ist, ohne Fokus, ohne Beteiligung. Pflicht halt. Das Gesetz der zwei Füße stellt dies auf den Kopf, Füße sind zum Gehen da.

Wie wäre das, wenn aus manchen Meetings alle diejenigen gehen würden, die dort nicht hingehören?

Einen schönen Sonntag wünscht Ihnen

Elke Deus

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